Hören
Sie leiden unter Hörschwächen?
Wieder klar hören bedeutet wieder teilhaben
Gutes Hören bedeutet Lebensqualität. Wer schlecht hört, versteht nicht nur Worte schlechter, er zieht sich zurück, fühlt sich isoliert, ist erschöpft von der Anstrengung des Verstehens. Dabei lässt sich heute nahezu jede Form der Hörminderung gezielt behandeln und die Hörfähigkeit meist spürbar verbessern. Unter den verschiedenen Formen der Hörminderung ist der akute Hörverlust oder Hörsturz hervorzuheben. Bei dieser schlagartigen und einseitig auftretenden Form der Hörminderung sind frühzeitige Diagnosestellung und Therapiebeginn innerhalb von 3 bis 7 Tagen entscheidend. Hierzu gibt es unsere Akuttermine.
- Schallleitungsschwerhörigkeit: Schall wird nicht richtig zum Innenohr weitergeleitet (Ohrenschmalz, Paukenerguss, Trommelfelldefekt, Otosklerose)
- Schallempfindungsschwerhörigkeit: Innenohr oder Hörnerv geschädigt (Altersschwerhörigkeit, Lärmschwerhörigkeit, Hörsturz)
- Kombinierte Schwerhörigkeit: Mischung aus beiden Formen
- Einseitige Taubheit: Komplettverlust auf einem Ohr nach Trauma, Infekt oder Tumor
- Plötzlicher Hörverlust (Hörsturz): Akute Hörminderung innerhalb von Stunden – Notfall!
Unsere Diagnostik
Mit modernen audiologischen Verfahren ermitteln wir präzise, wie gut Sie hören und wo die Ursache für Ihre Hörminderung liegt:
- Tonschwellenaudiometrie: Klassischer Hörtest zur Messung der Hörschwelle über alle Frequenzen
- Sprachaudiometrie: Prüfung des Sprachverständnisses bei verschiedenen Lautstärken
- Impedanzmessung (Tympanometrie): Funktionsprüfung des Mittelohrs und Trommelfells
- Otoakustische Emissionen (OAE): Test der Haarsinneszellen im Innenohr
- Hirnstammaudiometrie (BERA): Objektives Messverfahren ohne aktive Mitarbeit – wichtig bei Kindern
- Kinderaudiometrie: Spielerische Hörtests vom Neugeborenen-Screening bis zum Schulalter
- Tinnitusbestimmung: Analyse von begleitenden Ohrgeräuschen
Nach der Diagnostik wissen wir genau, wo Ihr Hörvermögen eingeschränkt ist und können die optimale Versorgung für Sie planen.
Unsere Therapie
Je nach Art und Ausmaß Ihrer Hörminderung stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:
Ursachenbehandlung:
- Cerumen-Entfernung: Professionelle Reinigung bei Ohrenschmalzpfropf
- Entzündungsbehandlung: Medikamentöse Therapie bei Mittelohrentzündung oder Paukenerguss
- Hörsturz-Therapie: Infusionen und Kortison bei akutem Hörverlust (innerhalb 48 Stunden!)
- Paukenröhrchen: Bei chronischem Paukenerguss, besonders bei Kindern
Hörgeräte-Versorgung:
- Ausführliche Beratung: Zu verschiedenen Hörgeräte-Systemen (Im-Ohr, Hinter-dem-Ohr, unsichtbar)
- Verordnung und Rezept: Für die Krankenkasse mit medizinischer Begründung
- Empfehlung qualifizierter Hörakustiker: Persönliche Anpassung und Feinanpassung
- Nachsorge und Kontrolle: Regelmäßige Überprüfung der Hörgeräte-Versorgung
Weiterführende Versorgung:
- Cochlea-Implantat (CI): Beratung und Überweisung bei hochgradiger Schwerhörigkeit oder Taubheit
- Knochenleitungsimplantate (BAHA): Bei einseitiger Taubheit oder chronischen Ohrentzündungen
- Tinnitus-Retraining-Therapie: Bei belastenden Ohrgeräuschen mit Beratung und Sound-Therapie
Unser Ziel ist klar: Sie sollen wieder am Leben teilhaben können – Gespräche genießen, Musik hören, sich sicher im Alltag bewegen. Mit der richtigen Versorgung ist das heute in fast jedem Fall möglich.
Schwindel
Sie leiden unter Schwindel?
Wenn sich plötzlich alles dreht
Schwindel macht unsicher, raubt Lebensfreude und kann von einer Vielzahl von Organsystemen ausgehen, auch vom Vestibularorgan, neben dem Innenohr. Unsere Diagnostik hilft, der Ursache auf den Grund zu gehen. Wenn möglich helfen wir mit gezielter Therapie, Training und individueller Beratung, oder empfehlen die interdisziplinäre Abklärung.
Wichtig: Bei ganz akutem Schwindel kann ein Notfall vorliegen. Hier steht immer die Abklärung vital bedrohlicher Zustände im Vordergrund, im Zweifel besser schnell in die Notaufnahme.
- Lagerungsschwindel: Die häufigste Form – entsteht durch kleine Kristalle im Innenohr, die sich gelöst haben
- Morbus Menière: Anfallsartiger Drehschwindel, oft begleitet von Hörminderung und Ohrgeräuschen
- Neuritis vestibularis: Entzündung des Gleichgewichtsnervs, meist nach viralen Infekten
- Altersschwindel: Nachlassende Funktion verschiedener Gleichgewichtssysteme
- Durchblutungsstörungen: Insbesondere im Bereich des Innenohrs oder Gehirns
Unsere Diagnostik
Wir untersuchen Ihr Gleichgewichtssystem systematisch und gründlich:
- Anamnese: Ausführliches Gespräch über Art, Dauer und Auslöser Ihres Schwindels
- Gleichgewichtsprüfungen: Lagerungstests, Nystagmusuntersuchung (Augenbewegungen)
- Hörtests: Da Gleichgewichts- und Hörorgan eng verbunden sind
- Blutdruckmessung: Kreislaufbedingte Ursachen ausschließen
Bei Bedarf arbeiten wir eng mit Neurologen, Kardiologen und Radiologen zusammen, um auch komplexe Schwindelursachen aufzuspüren.
Unsere Therapie
Je nach Diagnose bieten wir verschiedene Behandlungen:
- Lagerungsmanöver: Beim gutartigen Lagerungsschwindel oft sofort wirksam
- Medikamentöse Therapie: Bei entzündlichen oder durchblutungsbedingten Ursachen
- Gleichgewichtstraining: Gezielte Übungen zur Kompensation und Rehabilitation
- Beratung: Praktische Tipps für den Alltag und zur Sturzprophylaxe
Sie sind nicht allein. Schwindel betrifft viele Menschen – und lässt sich häufig gut behandeln. Wir finden heraus, woher Ihr Schwindel kommt, und helfen Ihnen, wieder sicheren Boden unter den Füßen zu bekommen.
Allergien
Sie leiden unter allergischen Reaktionen?
Wieder frei durchatmen, wir helfen Ihnen dabei
Niesen, Atembeschwerden oder gereizte Schleimhäute können Ihren Alltag stark einschränken. Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst und finden heraus, worauf Sie reagieren, mit schnellen Hauttests oder auch ergänzenden Laboruntersuchungen direkt in unserer Praxis. Ihre Therapie ist so individuell wie Ihr Alltag. Von der gezielten Allergenvermeidung über medikamentöse Behandlung bis zur Hyposensibilisierung begleiten wir Sie Schritt für Schritt in ein freieres Leben. Dabei erklären wir Ihnen jeden Behandlungsschritt verständlich und passen die Therapie an Ihre persönliche Situation an.
- Pollenallergie (Heuschnupfen): Reaktion auf Baum-, Gräser- oder Kräuterpollen – je nach Jahreszeit
- Hausstaubmilbenallergie: Beschwerden vor allem nachts und morgens, ganzjährig
- Tierhaarallergie: Reaktion auf Proteine aus Speichel, Hautschuppen oder Urin von Tieren
- Schimmelpilzallergie: Oft unterschätzt, besonders in feuchten Räumen
Unsere Diagnostik
Bevor wir behandeln können, müssen wir wissen, worauf genau Sie allergisch reagieren, dafür nutzen wir bewährte und präzise Testverfahren:
- Prick-Test auf der Haut: Schmerzarmer Standardtest mit Ergebnissen innerhalb von 15 Minuten
- Blutuntersuchung (IgE-Test): Bestimmung spezifischer Antikörper gegen verschiedene Allergene
- Nasaler Provokationstest: Direkte Testung an der Nasenschleimhaut bei unklaren Befunden
- Ausführliche Anamnese: Erhebung der Beschwerden, Auslöser und zeitlichen Zusammenhänge
- HNO-Untersuchung: Beurteilung der Nasenschleimhaut und möglicher Folgeerkrankungen
Nach der Diagnostik wissen Sie genau, auf welche Allergene Sie reagieren und wir können gezielt gegensteuern.
Wichtig: Antiallergische Medikamente müssen 10 Tage vor der Testung abgesetzt werden!
Unsere Therapie
Mit dem Testergebnis entwickeln wir gemeinsam einen Behandlungsplan, der zu Ihrem Leben passt:
- Allergenkarenz: Beratung zur Vermeidung von Allergenen im Alltag (Pollenfilter, Encasing-Bettwäsche, Luftreiniger)
- Medikamentöse Therapie: Antihistaminika (Tabletten), antiallergische Nasensprays, Augentropfen bei Bedarf
- Kortisonhaltige Nasensprays: Bei starken Beschwerden zur Entzündungshemmung
- Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung): Ursächliche Behandlung durch schrittweise Gewöhnung an das Allergen – besonders erfolgreich bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergien
- Langzeitbetreuung: Regelmäßige Kontrollen während der Hyposensibilisierung über 3 Jahre
Unser Ziel: Dass Sie wieder ohne Einschränkungen durch den Frühling kommen, entspannt schlafen und durchatmen können – ein Leben ohne ständige Allergiesymptome.
SCHNARCHEN & SCHLAFAPNOE
Schnarchen lässt Sie schlecht schlafen?
Ruhige Nächte für Sie und Ihr Umfeld
Atemaussetzer, Schnarchen oder unruhige Nächte belasten nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihre Lebensqualität und Konzentration im Alltag. Unsere umfassende Schlaferfassung deckt die Ursachen gezielt auf, egal ob harmloses Schnarchen oder gesundheitsschädliche Atemaussetzer. Wir analysieren Ihr Schlafverhalten präzise und finden heraus, was Ihren Körper nachts wirklich belastet. Die Lösung ist so individuell wie Sie. Von der CPAP-Maske über die individuell angepasste Schiene bis zu praktischen Alltagstipps oder operativen Eingriffen, wir begleiten Sie zu Ihrem gesunden Schlaf und spürbar mehr Energie am Tag.
- Primäres Schnarchen: Geräusche durch Vibration des Gaumens ohne Atemaussetzer – störend, aber harmlos
- Obstruktive Schlafapnoe (OSA): Wiederholte Atemaussetzer (>10 Sekunden) mit Sauerstoffmangel im Blut
- Leitsymptome der Apnoe: Lautes unregelmäßiges Schnarchen, plötzliches Aufschrecken, extreme Tagesmüdigkeit
- Gesundheitsrisiken: Erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes
- Häufige Auslöser: Übergewicht, Alkohol, Rückenlage, verlegte Nasenatmung, vergrößerte Mandeln
Unsere Diagnostik
Um herauszufinden, ob hinter Ihrem Schnarchen eine gefährliche Schlafapnoe steckt, untersuchen wir Sie gründlich:
- Ausführliche Schlafanamnese: Erfragung der Schlafgewohnheiten, Schnarchmuster und Tagessymptome
- Partneranamnese: Beobachtungen von Atemaussetzern durch den Partner sind sehr wertvoll
- HNO-Untersuchung: Nasenendoskopie zur Erkennung anatomischer Engstellen (Polypen, Septumdeviation, vergrößerte Mandeln)
- Racheninspektion: Beurteilung von Gaumensegel, Zäpfchen und Zungengrund
- Ambulante Polygraphie: Schlafmessung zu Hause mit kleinem Gerät (Atmung, Sauerstoff, Puls, Lage)
- Überweisung ins Schlaflabor: Bei komplexen Fällen zur umfassenden Polysomnographie
Diese Untersuchungen zeigen uns, ob und wie stark Sie betroffen sind und welche Therapie für Sie die richtige ist.
Unsere Therapie
Je nach Diagnose und Schweregrad bieten wir Ihnen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:
Bei primärem Schnarchen:
- Konservative Maßnahmen: Gewichtsreduktion, Vermeidung von Alkohol und Schlafmitteln, Seitenlage-Training
- Nasenbehandlung: Korrektur von Septumdeviation, Behandlung von Polypen oder chronischer Nasenentzündung
- Schnarchschiene (Unterkieferprotrusionsschiene): Individuell angepasste Schiene zur Vorverlagerung des Unterkiefers
- Radiofrequenztherapie: Schmerzarme Straffung des Gaumensegels, ambulant durchführbar
- Operative Gaumensegelstraffung (UPPP): Bei ausgeprägten anatomischen Verhältnissen
Bei obstruktiver Schlafapnoe:
- CPAP-Therapie (Goldstandard): Atemmaske mit leichtem Überdruck zur Offenhaltung der Atemwege
- Unterkieferprotrusionsschiene: Alternative bei leichter bis mittelschwerer Apnoe
- Gewichtsmanagement: Oft entscheidend – schon 10% Gewichtsverlust können die Apnoe deutlich verbessern
- Operative Therapie: In ausgewählten Fällen Eingriffe an Nase, Gaumen oder Zungengrund
- Langzeitbetreuung: Regelmäßige Kontrollen und Anpassung der Therapie
Mit der richtigen Behandlung schlafen Sie wieder erholsam – und schützen gleichzeitig Ihre Gesundheit vor den Folgen unbehandelter Atemaussetzer.
Unser Ziel ist, Ihre Gesundheit und Lebensqualität spürbar Tag für Tag zu verbessern. Wir sind da, wenn Sie uns brauchen.
Schnell. Nah. Kompetent.